„Viel Erfolg und eine ruhige Hand“
„Viel Erfolg und eine ruhige Hand“ mit diesen Worten eröffnete Bernd Westhoff, Präsident der Bauernschützen Oeding-Nichtern, gegen 11.30 Uhr am Sonntag, 28. Juni, das Vogelschießen des Vereins.
Direkt zu Beginn wurde das Schießen von Temperaturen um die 30-Grad-Marke begleitet. Darauf hatte sich der Verein im Vorhinein schon eingestellt. Neben einem Fallschirm-Sonnensegel am Getränkestand und einem Sonnenschirm an der Schießstange wurden mehrere Pavillons auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins aufgestellt. Außerdem bot ein umgebauter flacher Container mit Wasser eine Abkühlung für die kleinsten Gäste.
keine offizielle Schießpause
Somit trübte das sonnige Wetter die Stimmung der Schützen nicht. Es waren noch nicht viele Schüsse gefallen, da sicherte sich Andreas „Buschi“ Busch den linken Flügel. Kurze Zeit später zog Florian Hülscher mit dem rechten Flügel nach.
Die Frage nach potenziellen Königsanwärtern beantwortete der Präsident des Vereins so: „Natürlich gibt es immer Gerüchte. Letztendlich entscheidet sich aber alles hier am Gewehr.“
Die Schützen legten keine offizielle Schießpause ein. Nach 140 gefallenen Schüssen lichtete sich die Reihe der Schützen. Unter ihnen befanden sich unter anderem die damaligen Ehrenherren von Andreas Busch, der im Jahr 2024 den Königsschuss abgab.
Nach 200 Schüssen war sich Bernd Westhoff dann plötzlich sicher: „Wenn jetzt einer will, dauert es nicht mehr lange!“ Der Vogel hatte inzwischen Flügel, Kopf und Schwanz verloren.
Kreislandwirt will König werden
Einer, den man immer wieder am Gewehr sah, war Heinrich Emming, der amtierende Kreislandwirt. Ziemlich schnell kristallisierte sich nun heraus, dass er Ambitionen hatte, den Vogel hier und heute abzuschießen.
Mit ihm zusammen schossen Mitglieder des Vorstandes, darunter auch Bernd Westhoff. Der machte nun eine Bemerkung: „Der Vogel ist jetzt in der Mitte gespalten. Die heiße Phase beginnt, jeder Schuss könnte der letzte sein.“
Und somit wechselten sich Heinrich Emming und die Vorstandsmitglieder nun am Gewehr ab. Während der Kreislandwirt immer auf den Vogel zielte, wuchs bei allen anderen die Motivation, den zweitletzten Schuss abzugeben, so auch bei Bernd Westhoff: „Der Schütze vom zweitletzten Schuss kriegt 50 Biermarken, deswegen stehe ich noch hier.“
Schließlich gelang es Heinrich Emming den Vogel in zwei große Stücke sichtbar zu spalten. Daraufhin schossen wieder Vorstandsmitglieder, die jedoch nur den Kugelfang trafen, wie auch Bernd Westhoff.
Als Nächstes trat wieder Heinrich Emming an das Gewehr. Er platzierte seinen Schuss mittig auf die Vogelreste, die daraufhin zu Boden fielen. Sofort wurde er von seinen Schützenbrüdern auf die Schultern gehoben.
Gemeinsam mit seiner Königin Marlies Damm ließ er sich feiern. Der 263. Schuss hatte ihn zum neuen König der Bauernschützen Oeding-Nichtern gemacht. Zu ihrem Throngefolge gehören Claudia Valtwies und Stephan Termathe, Angelika Emming und Dietmar Damm, Gabi Schroer und Dieter Valtwies.

